FAQs

In letzter Zeit erreichen mich immer mehr Nachrichten mit Fragen zu mir, meinem Buch, geplanten Projekten und zum Schreiben. Ich freue mich wahnsinnig über euer Interesse, leider komme ich nicht immer dazu, so ausführlich auf eure Nachrichten zu antworten, wie ich es mir wünsche.
Deshalb dachte ich mir, dass ich hier eine kleine Übersicht für euch erstelle, damit ihr einen besseren Eindruck von mir und meinen Büchern bekommen könnt. Vielleicht findet ihr sogar ein paar Antworten auf Fragen, die euch auch schon im Kopf herumgeschwirrt sind, die ihr mir aber einfach noch nicht gestellt habt.

Seit wann schreibst du?

Wie die meisten Autor schreibe ich, seitdem ich denken kann. Den genauen Zeitpunkt kann ich leider nicht benennen, ich weiß nur, dass ich es schon in der Grundschule geliebt habe, mir Geschichten und fremde Welten auszudenken. Diese Geschichten habe ich dann mit Freunden im Garten nachgespielt. Ich war daran jedoch meistens gar nicht selbst beteiligt, sondern habe nur die Geschichte erzählt und die passenden Anweisungen gegeben. „Lauf da lang, am Ende des Wegs kommt das Schloss!“
Inspiriert durch die Harry Potter Bücher habe ich dann angefangen längere Geschichten schriftlich festzuhalten. Ich habe unzählige Notizbücher mit Zeichnungen, Dialogen, Textstücken und meinen Ideen für Figuren, Orte und Kleidung gefüllt. Das Schreiben begleitet mich also schon immer und wird es hoffentlich auch immer tun.

Warum schreibst du?

Das Schreiben ist nicht nur das Hobby, für das ich am meisten Zeit aufwende, sondern auch meine größte Leidenschaft. Auf der einen Seite macht es mich manchmal vollkommen verrückt, vor allem wenn ich nachts nicht einschlafen kann, weil mir so viele Ideen durch den Kopf gehen oder wenn ich in Tränen ausbreche, weil die Selbstzweifel so unfassbar groß sind und ich am liebsten alles verbrennen würde, was ich geschrieben habe.
Das Schreiben fordert mich, bringt mich an meine Grenzen, macht mich wahnsinnig. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die guten Momente, in denen es mich beruhigt, in denen ich es mehr als alles andere liebe. Aus vielen unterschiedlichen Gründen.

Ein Schriftsteller lebt nicht nur ein Leben, sondern hunderte.

Ich liebe es, mich in andere Leben hineinzuversetzen. Leben, die ich nicht lebe. Ich kann Dinge tun, die ich mich im echten Leben nie trauen würde, die zu teuer sind oder für die mir einfach die Zeit fehlt. Ich kann tun, was ich will und ich kann sein, wer ich will. Zum Beispiel eine berühmte Sängerin, obwohl ich mich echt bescheuert anhöre, wenn ich singe. Oder eine Ärztin, die jeden Tag Leben rettet. Eine Lehrerin, eine Sportlerin, eine Astronautin, eine Prinzessin. Ich kann tausend Leben leben.

Das Herz randvoll mit Geschichten.

Ich liebe das Schreiben nicht nur. Es ist auch etwas, das ich tun muss. Die ganzen Gedanken aus meinem Kopf und Gefühle in meinem Herzen müssen einfach raus. Wenn ich nicht schreiben kann, werde ich nervös.
Das schreiben hilft mir, wenn es mir schlecht geht. Ich komme dadurch auf andere Gedanken, fliehe vor dem Alltag, beschäftige mich mit anderen Problemen. In meinen Geschichten kann ich Momente verarbeiten und Emotionen ausdrücken, die ich erzählenswert finde. In meinen Geschichten kann ich mir alles von der Seele schreiben und andere daran teilhaben lassen.

Das Schreiben ist für mich einfach alles. Ein Zufluchtsort, eine Leidenschaft, eine Therapie und noch so viel mehr.

Wieso Self-Publishing?

Ich habe lange überlegt, ob ich mein erstes Manuskript an Verlage/Agenturen schicke oder das Buch selbst herausbringe. Ich habe mich bewusst fürs Self-Publishing entschieden, weil ich es mir schön vorgestellt habe, mich mit verschiedenen Themen intensiv auseinanderzusetzen. Cover, Lektorat, Korrektorat, Marketing. Es macht mir Spaß und ist ein gutes Gefühl, alles selbst in der Hand zu haben. Auch, wenn es manchmal anstrengend ist! Aber für mein Buchbaby war es genau der richtige Weg um ins Autorenleben zu starten.

Bist du lesbisch?

Ja, ich stehe auf Frauen und führe eine schöne Beziehung mit einer Frau. Im Juli 2019 werden wir sogar heiraten! Aber das Wort lesbisch mag ich nicht besonders. Früher, weil ich Probleme damit hatte, zu mir selbst zu stehen. Heute, weil ich Schubladendenken nicht besonders gerne mag.
Mit Schubladen-Denken und Labels wird man oft auf eine Eigenschaft reduziert. Außerdem sind Labels mit Vorurteilen und Ausgrenzungen verbunden.
Meine Orientierung ist nicht alles, was mich ausmacht und sagt nicht besonders viel über mich als Person aus. Wenn mich jemand fragt, umschreibe ich es lieber und sage, dass ich auf Frauen stehe oder mich nur in Frauen verliebe. Ich habe aber kein Problem damit, wenn andere Frauen sich als lesbisch bezeichnen, wenn es sich richtig für sie anfühlt! Letztendlich muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, als was er sich bezeichnet oder eben nicht.

Lesbische Liebesromane? Gay Romance? LGBT-Bücher? Worüber schreibst du eigentlich und wo ordnest du es ein?

Passend zu der Frage ob ich lesbisch bin, jetzt zu meinen Büchern und vor welches Problem sie mich gestellt haben, als ich überlegt habe, wo ich sie einordne. Ich saß Anfang 2018 vor meiner Facebookseite und habe überlegt, was ich in meine Info schreiben könnte. Ich wollte gerne schreiben, dass ich Autorin bin … So weit, so gut. Aber Autorin … Von was? Autorin von lesbischen Jugendbüchern und Fantasyromanen. Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geschossen ist. Klang gut. Aber nur im ersten Moment. Im zweiten hat es nicht richtig gepasst.
Ich kann es natürlich nicht 100%ig sagen, aber in meinen bisher geplanten Büchern wird es immer um die Liebe zwischen zwei Mädchen oder Frauen gehen oder diese wird zumindest am Rande vorkommen. Also würde die Bezeichnung lesbischer Liebesroman/lesbisches Jugendbuch doch perfekt passen? Nein, irgendwie nicht.
Mein erstes Buch UNSER PLATZ IN DIESER WELT kann man gut als Coming In/Coming Out Buch beschreiben. Die Hauptfigur Marie merkt, dass sie sich zu anderen Mädchen hingezogen fühlt und Gefühle für ihre beste Freundin Gwen entwickelt. Das Thema steht im Mittelpunkt. Aber in den kommenden Büchern wird es nicht immer nur um Mädchen gehen, die sich selbst als lesbisch identifizieren. Meistens wird das Thema sogar nur am Rande eine Rolle spielen. Keine Fragen, wie: Habe ich Gefühle für ein anderes Mädchen oder nicht? Wie sage ich das meinem Umfeld? Wie werden andere darauf reagieren?
Wieso sollte ich meine Bücher also als LESBISCHE Bücher bezeichnen, wenn das kein Hauptmerkmal ist? Genauso wenig mag ich den Begriff HOMO-Ehe oder LESBISCHE Beziehung. Wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann führe ich keine LESBISCHE Beziehung, sondern einfach nur eine Beziehung. Und so ist das für mich auch mit den LESBISCHEN Büchern. Es sagt ja auch niemand: das neue HETERO Jugendbuch von John Green erscheint bald oder hast du schon den neuen HETERO Liebesroman von Nicholas Sparks gelesen?
Es sollte nicht wichtig sein, ob es um die Liebe zwischen Mann und Frau geht, die Liebe zwischen zwei Jungs oder eben zwei Mädchen. Es sollte darum gehen, ob die Geschichte einen ergreift, zu Tränen rührt, zum Lachen bringt. Ich lese selbst auch nicht nur Bücher, in denen es um die Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen geht. Ich lese alles Mögliche, was mich anspricht und ergreift. Und da spielt es für mich persönlich keine Rolle welches Geschlecht die Figuren haben, die im Mittelpunkt stehen. Es geht einfach nur um die Liebe. Und ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die das so empfindet und handhabt.

Love is love.

Egal mit welchem Geschlecht du dich identifizierst, egal ob du dich als lesbisch, bi, hetero oder sonst was bezeichnest: Wenn du gerne Jugendbücher oder Fantasyromane mit tiefgründen Liebesgeschichten magst, bist du hier genau richtig.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde es nicht schlimm, wenn jemand seine Bücher als lesbische Liebesroman bezeichnet. Jede/r sollte seine Bücher nennen, wie er oder sie mag. Und ich werde auch niemandem eine böse Nachricht schreiben, wenn er oder sie sagt, dass Luisa Strunk lesbische Jugendbücher und Fantasyromane schreibt. Manchmal sage ich auch, dass ich einen lesbischen Roman gelesen oder einen LGBT-Film gesehen habe. Das passiert oft automatisch und ist schlichtweg einfacher, weil die meisten dann sofort wissen, was gemeint ist, ohne, dass man stundenlang erklären muss, worum es genau in dem Buch oder Film geht.
Aber als ich vor meiner Facebook-Seite saß, habe ich mir einfach Gedanken über verschiedene Bezeichnungen gemacht und entschieden, dass ich meine Bücher nicht in eine Schublade stecken möchte, wenn ich darüber spreche. Also, was schreibe ich? Realistische und phantastische Jugendbücher und Liebesromane.