Mein Traumkleid

Ich bin immer noch ganz sprachlos. Heute habe ich zum ersten Mal ein Brautkleid anprobiert, mich wie eine Prinzessin gefühlt und dann auch noch direkt mein Traumkleid in einer wunderschönen Umgebung gefunden. Klingt, wie im Märchen… War es auch!

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Aber von vorne:

Schon vor Monaten habe ich bei der TV-Sendung „zwischen Tüll und Tränen“ von dem Brautatelier von Sanna Lindström gehört und mich sofort in die Kleider verliebt. Ich dachte mir sogar, dass eine Braut in einem meiner Bücher genau in so einem Brautmoden-Atelier ihr Kleid kaufen muss! Mich selbst habe ich dort allerdings nicht gesehen, weil das Thema Heiraten einfach nicht im Raum stand.

Kurz nachdem Viviane mir dann aber den Antrag gemacht hat, waren wir auf der Hochzeitsmesse in Düsseldorf. Wir waren erst unentschlossen ob wir hingehen oder nicht, aber auf der Internetseite habe ich dann gesehen, dass Sanna Lindström auch dort sein würde.
Es kam aber noch besser: als Vivi ihrer Arbeitskollegin erzählt hat, dass ich wegen Sanna auf die Hochzeitsmesse will, hat sie gesagt, dass die ihren Laden ja in Ratingen hat. Das wusste ich gar nicht! Ich wohne hier, seitdem ich geboren wurde und trotzdem ist mir das Brautgeschäft nie bewusst aufgefallen! Ich glaube eigentlich nicht an Schicksal, aber das kam mir dann schon sehr schicksalhaft vor. Auf der Brautmesse haben wir dann direkt beide einen Termin ausgemacht und ich war ganz schön gespannt…

Meine Gedanken (vor der Anprobe):

Ich will ehrlich sein. Ich bin nicht 100% zufrieden mit meinem Körper und gestern vorm Einschlafen musste ich daran denken, wie viel Probleme ich hatte vor ein paar Jahren mein Abiballkleid zu finden. Die Kleider waren wunderschön, aber an mir haben sie mir nicht gefallen. Letztendlich habe ich dann eins gefunden, war aber nicht wirklich zufrieden. Genau so habe ich mir das mit den Brautkleidern auch vorgestellt… ich hatte Angst, dass der Reißverschluss nur bis zur Hälfte hochgeht und ich mir dann vorstellen soll, wie es aussehen wird, wenn es angepasst worden ist, ich hatte Angst, dass ich einfach nicht zufrieden sein werde. Ich habe mich natürlich auch auf den Tag gefreut, aber alles in allem waren meine Gefühle sehr gemischt.

img_2393Die Anprobe:

Begleitet wurde ich von meinen Eltern und meiner Oma. Gar nicht so selbstverständlich. Ich habe das noch nie erzählt, aber meine Mama hat seit ein paar Jahren schwere Depressionen und ist mit ihren Gedanken sehr auf ihren Kummer und ihre Sorgen fixiert. Ich will jetzt auch gar nicht weiter auf ihre Probleme eingehen, aber es war unsicher, ob sie mitkommen würde und ich habe mich sehr gefreut, dass sie letztendlich doch dabei war und alles so gut gelaufen ist!
Ich habe mich in Sannas Atelier sofort super wohl gefühlt. Es klingt vielleicht übertrieben, aber alles war perfekt. Nicht nur die weißen und rosa Farben im Raum, zusammen anzustoßen, sondern auch die Anprobe selbst. Die Anprobeleiterin (Kathi) war super lieb und hat mir an keiner Stelle ein blödes Gefühl gegeben! Während ich hinter dem Vorhang gewartet habe, hat sie die Kleider gebracht und mir dann geholfen, sie anzuziehen. Die Kleider anzuprobieren war ganz anders, als ich erwartet hatte. Kein ungutes Gefühl, keine Reißverschlüsse, die nur bis zur Hälfte zugingen. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich in den Kleidern gefühlt, wie eine Prinzessin. Vor allem bei den weiten Tüllröcken die echt ganz schön schwer sind.

Das Besondere an Sannas Kleidern:

Man kann die Kleider individuell kombinieren. Also z.B. den Rock von dem einen Modell und das Oberteil von dem anderen. Schon bei dem zweiten Kleid war das Oberteil perfekt für mich! Nur der Rock hat mir nicht so gut gefallen, sodass wir ein bisschen herumprobiert haben.

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Genau nach einer Stunde stand ich dann in meinem Traumkleid vorm Spiegel und hatte Tränen in den Augen!

„Ist das dein Kleid?“
„Ja, das ist mein Kleid.“

Auch jetzt bin ich immer noch ganz berauscht von dem unbeschreiblichen Gefühl und werde den Tag auf jeden Fall gut in Erinnerung behalten. Einfach, weil alles so anders war, als ich dachte, weil ich mich so wohlgefühlt habe und mich jetzt noch mehr auf unsere Hochzeit freuen kann… Ich bin schon jetzt total gespannt, wie ich Viviane in dem Kleid gefallen werde und auch darauf, euch Bilder von mir in meinem Traumkleid zeigen zu können.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Einblick gefallen. Wenn ihr auch bald heiratet, wünsche ich euch von Herzen ebenfalls so eine traumhafte Brautkleidanprobe!

Eure Luisa ❤

Jahresrückblick 2018

Nur noch ein paar Stunden, dann ist das Jahr schon wieder vorbei. Dabei kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich darüber nachgedacht habe, was mich 2018 alles erwartet. Innerlich bin ich hin- und hergerissen. Einerseits würde ich am liebsten für immer in diesem Jahr bleiben und will nicht, dass es vorbei ist. Andererseits freue ich mich dafür viel zu sehr auf die Zukunft! Deshalb will ich die letzten Monate wenigstens schriftlich ein wenig festhalten. Wer mag, kann gerne daran teilhaben!

Angefangen hat 2018 nicht besonders toll. Ich hatte mich SO auf das Lektorat meines ersten Buchprojekts gefreut und war mir sicher, dass ich „Unser Platz in dieser Welt“ im März veröffentlichen werde. Leider hat mir eine ziemlich hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Klingt gar nicht so schlimm, aber ich lag 2 MONATE flach. Immer, wenn ich dachte, dass es bergauf ging, habe ich wieder Fieber bekommen. Dadurch hat sich die Veröffentlichung natürlich total verzögert und wenn ich ehrlich bin, war ich ganz schön enttäuscht und schlecht gelaunt, weil ich die Zeit vor der Veröffentlichung nicht so nutzen konnte, wie ich mir das immer ausgemalt hatte…

Ende April war es dann aber endlich soweit! Ich konnte mein erstes Buch, mein Herzensprojekt, in den Händen halten. Ich kann wirklich nicht in Worte fassen, was das für ein Gefühl war. Genau davon habe ich seit Jahren geträumt, es lange Zeit für unmöglich gehalten und plötzlich war es Wirklichkeit. Es sind sogar ein paar Tränen geflossen!

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Die nächste Zeit war geprägt von zahlreichen lieben Nachrichten und Rückmeldungen zu „Unser Platz in dieser Welt“. Ich hätte nie gedacht, dass die Geschichte von Marie und Gwen so viele Menschen berühren würde. Es klingt vielleicht albern, aber ich habe mir vorher immer gesagt, dass es mir schon reichen würde, wenn es EINEN Menschen gibt, der mein Buch liest und sich in die Geschichte verliebt. Für den diese Geschichte vielleicht sogar etwas verändert. Und das habe ich auf jeden Fall geschafft!

Seitdem habe ich immer wieder gemerkt, dass es genau das ist, was ich auch die nächsten Jahre machen will: Bücher schreiben, Gefühle und Gedanken in Texten festhalten und mit Leser*innen teilen. An dieser Stelle nochmal ein riesiges DANKE an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe und auch danke an alle, die Marie und Gwen in ihr Herz geschlossen und meinem Buch ein Zuhause gegeben haben!

In diesem Jahr habe ich aber natürlich nicht nur mein erstes Buch veröffentlicht und mich über jede Rückmeldung gefreut. Außerdem habe ich viele schöne, neue Orte auf der Welt gesehen. Spontane Ausflüge mit dem Auto in die Niederlande und dann im Juni die Reise durch Schottland. Nur meine Freundin, Stella (mein Auto) und ich.

People forget years and remember moments.

Es war atemberaubend schön! Noch schöner, als ich mir immer vorgestellt hatte. Die Schlösser, die Seen, die Hügel… und natürlich der Linksverkehr. Ich liebe es! Wobei es für meinen Geschmack ruhig ein bisschen mehr hätte regnen können. Regen inspiriert mich so sehr. Aber auch ohne den Regen habe ich genug wundervolle Orte gesehen, die sicher an der ein oder anderen Stelle in meinen Büchern vorkommen werden!

Der Gedanke, nächstes Jahr mit Viviane wieder dort zu sein, lässt mich noch mehr auf 2019 freuen. Vor allem, weil es unsere Flitterwochen sein werden, die wir in Schottland verbringen! Am 22.11.2018 hat meine Freundin mich gefragt, ob ich sie heiraten will und ich habe JA gesagt. Manche von euch wissen es sicher: Wir haben uns am 06.07.2014 kennengelernt. Seitdem ist viel passiert, eine Zeit lang waren wir getrennt, aber durch viele Ereignisse sind wir sehr eng zusammengewachsen und ich bin so gespannt auf unser gemeinsames Leben!

Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

So traurig ich auch bin, dass 2018 mit all den unvergesslichen Momenten vorbei ist, umso mehr freue ich mich auf 2019! Vom Jahresrückblick zum Ausblick aufs neue Jahr: Natürlich werde ich weiterhin schreiben. Außerdem werde ich 2019 meine Familie in Kalifornien besuchen und zum ersten Mal ein Brautkleid anprobieren, bevor Viviane und ich im Sommer heiraten.

Und wie geht es mir dieser Seite weiter? In den nächsten Monaten werde ich immer mal wieder ein paar Einträge schreiben. Eine Art Tagebuch über alles mögliche, was in meinem Leben passiert. Geschichten, die aus meinem Herzen raus wollen. Für mich und alle, die sich dafür interessieren.

Ich freue mich darauf, wenn ihr dabei seid. Aber jetzt wünsche ich euch erstmal einen guten Start ins neue Jahr. Glaubt an eure Träume, verfolgt eure Ziele, denn alles ist möglich!

Tomorrow is the first blank page of a 365-page book.
Write a good one.

Eure Luisa ❤